Hacker programmierten Gefriergeräte der französischen Blutbank auf 110 °C, während sich Angriffe auf Kühlanlagen in Europa ausweiten
Die Angreifer kamen über den Kältetechnik-Dienstleister Coolworld hinein und stellten Lager von -30 °C auf 110 °C; ein Techniker bemerkte den nächtlichen Anstieg, die Bestände blieben erhalten. Laut AFP sind mindestens 11 europäische Länder betroffen.
Warum es wichtig ist
Manipulierte Gefriergeräte wurden zuerst aus Supermärkten gemeldet, doch der Angriff auf Frankreichs nationale Blutspendeagentur Etablissement Français du Sang zeigt, dass dieselbe Schwachstelle medizinische Kühlketten erreicht. Die Eindringlinge kamen über einen Wartungsdienstleister statt über die Behörde selbst, ein häufiger Weg in vernetzte Gebäude- und Kältetechnik. Nur die schnelle Reaktion eines Technikers auf einen nächtlichen Temperaturanstieg verhinderte den Verlust von Plasma und Blutproben. Offen sind Täter, Zahl der betroffenen Standorte und mögliche EU-Vorgaben.
Die wichtigsten Fakten
- Ziel: Etablissement Français du Sang (EFS)
- Einfallstor: Kältetechnik-Dienstleister Coolworld
- Vorfall am 1. und 2. November gemeldet
- Geräte mit -30 °C auf 110 °C gestellt
- Ein Techniker bemerkte den Anstieg; Bestände gerettet
- AFP: mindestens 11 europäische Länder betroffen